Kürnach

Von einem ländlich strukturierten Dorf zu einer modernen Stadtrandgemeinde

Erstmals wird der Name "Kürnach" in der Bezeichnung "Quirnaha - Mühlbach" im Jahr 779 urkundlich erwähnt, als Feldgeschworene den Bachlauf im Rahmen eines Umgangs um die Würzburger Gemarkung übersteigen mußten. Geblieben ist dieser Name der ältesten Siedlung an diesem Bach, dem Dorf Kürnach, das im Jahre 822 in der Bestätigung eines Gütertausches durch Kaiser Ludwig den Frommen genannt wird.

Über Jahrhunderte prägten die drei Mühlen des Ortes und Landwirtschaft auf den fruchtbaren Böden das Gesicht des Dorfes. Auch ist Weinbau bis weit ins 19. Jahrhundert nachgewiesen. Darüberhinaus führten durch Kürnach überregionale Handelsstraßen, so die Verbindung der Königsgüter Würzburg und Salz bei Bad Neustadt und die Straße von Würzburg über Bamberg nach Leipzig. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde eine neue Heerstraße am Ort vorbei gebaut, die heutige B 19.

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Um die Jahrhundertwende lebten in Kürnach rund 800 Bürger, 1939 waren es bereits 1075 und im Jahr 1958 berichtete die Presse von 1320 Einwohnern. Beginnendes Wirtschaftwunder und immer stärker werdende Siedlungstätigkeit in den Gemeinden rund um das Zentrum Würzburg war auch in Kürnach für kontinuierlich steigende Einwohnerzahlen verantwortlich. Bereits in den sechziger Jahren wurden in Kürnach erste Baugebiete ausgewiesen. Eine Entwicklung, die die Gemeinde bis heute weiter gefördert hat. Inzwischen sind um das Ortszentrum Neubaugebiete in alle vier Himmelsrichtungen entstanden mit dem Ergebnis, daß zum Jahreswechsel 2000 / 2001 rund 4300 Frauen, Männer und Kinder leben. Bis heute ist die Einwohnerzahl auf ca. 5000 angestiegen.

 

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Amtliche Wappenbeschreibung

Seit 1978 führt die Gemeinde Kürnach ein neues Wappen.

Die Beschreibung des Wappen lautet:

In Rot ein nach links gerichteter silberner Wellenschrägbalken, darüber ein silbernes Mühlrad, darunter ein schräglinks gestellter silberner Schlüssel.

Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begründen:

Der für die Gemeinde namensgebende Bach, der im Wappen unmittelbar durch den Wellenschrägbalken angedeutet wird, trieb bis in die neuere Zeit drei Mühlen an, zu deren Erinnerung das heraldische Mühlrad steht. Dem Gerichtssiegel des Dorfgerichts zu Kürnach von 1742 wurde der Schlüssel, ein Petrussymbol, entnommen. In der Farbgestaltung wird auf die Zugehörigkeit zu Franken im Landkreis Würzburg hingewiesen

Quelle: www.kuernach.de